"Wenn schwarze Löcher den Raum erschüttern"

Palais Adelmann, Ellwangen

„Wenn Schwarze Löcher den Raum erschüttern“

Vortrag von Dr. Frank Ohme

Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, Hannover

Freitag, 12. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Palais Adelmann, Ellwangen

„Wenn Schwarze Löcher den Raum erschüttern“  

Vortrag von Dr. Frank Ohme

Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, Hannover

 

Am 14. September 2015 wurden zum ersten Mal Gravitationswellen nachgewiesen – von Albert Einstein bereits vor über 100 Jahren vorhergesagte, sehr schwache Erschütterungen des Weltalls. Nur sehr heftige Ereignisse wie der Crash zweier Schwarzen Löcher vermögen Gravitationswellen wie die nun gemessenen in nachweisbarer Stärke zu erzeugen.

Was Jahrzehnte lang vielleicht wie fantastische Träumerei von Wissenschaftlern aussah, ist nun Realität: Unser Universum ist seitdem nicht nur wie bisher in vielen Formen des Lichts sichtbar, sondern auch durch Gravitationswellen „hörbar“. Die Bedeutung der Beobachtung lässt sich daran ermessen, dass schon zwei Jahre später die Forscher mit dem Nobelpreis geehrt wurden – für Nobel-Verhältnisse eine Blitz-Ehrung.

Als erste Wissenschaftler weltweit registrierten Forscher am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover das Großereignis, unter ihnen Dr. Frank Ohme, Leiter einer unabhängigen Forschungsgruppe, der damals wie viele seiner Hannoveraner und internationalen Kollegen direkt an der Messung des neuartigen Signals beteiligt war.

Er wird im Palais Adelmann aus erster Hand über die Bedeutung und die Zukunft der Beobachtung von Gravitationswellen berichten.

 

Dr. Frank Ohme studierte Physik an der Universität Jena und promovierte am Max-Planck-Institut in Potsdam. Hauptsächlich beschäftigte er sich in dieser Zeit damit, wie Schwarze Löcher und die bei ihren Kollisionen entstehenden Gravitationswellen in Supercomputern simuliert werden können. Während seiner vierjährigen Auslandstätigkeit an der Universität Cardiff (Großbritannien) war er schließlich mehr und mehr in die Analyse von Gravitationswellendaten involviert. Ende 2016 kam Ohme als Leiter einer unabhängigen Forschungsgruppe zurück nach Deutschland an das Max-Planck-Institut in Hannover. Seither arbeiten er und sein Team akribisch daran, den Klang von verschmelzenden Schwarzen Löchern und Neutronensternen noch besser vorhersagen und verstehen zu können.

 

In Kooperation mit dem Peutinger-Gymnasium

EINTRITT FREI