ABGESAGT - „Sex, Tod, Hallelujah – Annäherungen an die Liedkunst von Leonard Cohen“

ein Ersatztermin wird - falls er zustande kommt - rechtzeitig bekannt gegeben

Ein Abend mit Peter Schwarz (Theorie) und Claudius Zott (Praxis)

Atelier Rudolf Kurz, Spitalhof 1, Ellwangen

Leonard Cohen (1934-2016) galt als Hohepriester der Melancholie und Düsternis. Seine Lieder, hieß es einmal in einer Musikzeitschrift, eigneten sich hervorragend, um sich dazu die Pulsadern aufzuschneiden. Cohen war aber auch ein Dichter der Weisheit, des Trostes und der alle Konfessions- und Religionsgrenzen pulverisierenden Spiritualität. In seinen Songs sinnierte er über den biblischen König David ebenso tiefschürfend wie über Geschlechtsverkehr in der New Yorker Künstlerboheme. Und sein Meisterwerk „Hallelujah“ ist vermutlich das weltweit meistgespielte Lied der vergangenen 30 Jahre: Es wird bei Hochzeiten wie Beerdigungen intoniert, bringt in Feiernden wie Trauernden eine Saite zum Klingen.
Peter Schwarz wird das an Absonderlichkeiten überreiche Leben Cohens näher vorstellen und den einen oder anderen Liedtext in den literaturwissenschaftlichen Deutungsschwitzkasten nehmen. Damit der intellektuelle Schwurbel nicht überhandnimmt, wird Claudius Zott einige Cohen-Songs auf unnachahmliche Art interpretieren: den Seelen der Originale treu bleibend, dabei aber jederzeit eigensinnig.

Eintritt (nur Abendkasse): 10,- €, Mitglieder: 7,- €

Peter Schwarz, 54, stammt aus Ellwangen, lebt in Schwäbisch Gmünd und arbeitet als Zeitungsredakteur in Waiblingen.

Claudius Zott, 51, stammt aus Bayern und schwelgt in Schwermut ob der Heimatlosigkeit.