„Modern Elegies“

© Roman Novitzky
Musikalische Leitung Wolfgang Heinz, Staatsorchester Stuttgart

(1) Serenade
Choreografie
George Balanchine © The George Balanchine Trust
Musik Peter Tschaikowsky
Kostüme Karinska
Licht Ronald Bates
Uraufführung 1. März 1935, American Ballet, Adelphi Theater, New York
Erstaufführung beim Stuttgarter Ballett 17. Juli 2004

(2) Petite Mort
Choreografie Jiři Kylián
Choreografische Assistenz Shirley Esseboom
Musik Wolfgang Amadeus Mozart
Bühne Jiři Kylián
Kostüme Joke Visser
Licht Jiři Kylián (Konzept), Joop Caboort (Umsetzung)
Uraufführung 23. August 1991, Nederlands Dans Theater
Erstaufführung beim Stuttgarter Ballett 27. November 2020

(3) N.N. [Uraufführung]
Choreografie David Dawson
Musik Kirill Richter (Auftragskomposition)
Bühne Jean-Marc Puissant
Kostüme Yumiko Takeshima
Licht Bert Dalhuysen
Uraufführung 12. März 2027, Stuttgarter Ballett
Choreografische Assistenz Christiane Marchant, Clemens Fröhlich
 
Ballett entspringt einer reichen Tradition, in der Musik und Bewegung verschmelzen. Drei wehmütige Choreografien zeichnen die Entwicklung des abstrakten Balletts bis ins Heute nach.

George Balanchine
führte das klassisch europäische Ballett des 19. Jahrhunderts in die Moderne. Indem er den Fokus konsequent auf Musik und Bewegung legte, erneuerte er die Kunstform grundlegend und begründete das „amerikanische Ballett“. Serenade, sein erstes abstraktes Werk, gilt als Inbegriff seines Stils. Ursprünglich als Übung gedacht, baute Balanchine reale Probenereignisse spontan in die Choreografie ein: ein Sturz, ein Zuspätkommen. Serenade zeigt Balanchine pur: poetisch, klar, modern und zeitlos klassisch.
Jiří Kylián prägte mit seiner modernen Bewegungssprache den europäischen Tanz nachhaltig. In Petite Mort – im Französischen „kleiner Tod“, eine poetische Umschreibung des Geschlechtsaktes – setzt er sich mit Vergänglichkeit auseinander. Zu den elegischen Klängen von Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzerten bewegen sich die Tänzer*innen in einem Spannungsfeld zwischen Sinnlichkeit und existenzieller Bedrohung, buchstäblich „auf Messers Schneide“.
David Dawson zählt zu den führenden Tanzschaffenden unserer Zeit. Sein Stil bringt die Tänzer*innen bis an ihre körperlichen Grenzen. Nach dem Erfolg seiner ersten Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Ballett in der Spielzeit 2023/24 kreiert er nun eine neue Choreografie: eine Elegie in neun Sätzen. Zu einer Auftragskomposition von Kirill Richter entsteht ein Werk über Erinnerung, Verlust und Erneuerung – ein Versuch, dem Vergänglichen Form zu geben, an der Schwelle zwischen Festhalten und Loslassen.
 
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Termin: 04. April 2027, 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Staatstheater Stuttgart

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